Wenn Sanierungs- oder Renovierungsarbeiten anstehen, können Arbeitsbühnen vielerlei Arbeiten erleichtern. Vor allem dann, wenn der Einsatzort in der Höhe liegt und sich darüber hinaus noch in einer etwas unzugänglicheren Position befindet. Für den Einsatz in den eigenen vier Wänden empfehlen sich eher die kleineren Bühnen, d. h. Senkrechtlifte, Scheren- oder kleine Gelenkteleskop-Bühnen. Senkrechtlifte heben den Korb, wie der Name schon sagt, senkrecht nach oben. Mit Gelenkteleskopbühnen hingegen können auch Einsatzorte erreicht werden, die z. B. hinter einem kleinen Vorsprung liegen. Ganz gleich, welche Bühne zum Einsatz kommt, für sie sprechen besonders der geringe Platzbedarf, die Mobilität und die kurze Aufbauzeit.




Als Otto Normalverbraucher hat man natürlich eher selten eine Arbeitsbühne in der heimischen Garage stehen. Wenn die Leiter für spezielle Arbeiten in der Höhe jedoch nicht mehr ausreicht, gibt es immer noch die Möglichkeit sich an einen Dienstleister zu wenden, der seine Arbeitsbühnen vermietet.

Welche Arbeitsbühne für mein Vorhaben am besten geeignet ist, hängt oft von der Arbeitshöhe, der Traglast und dem Einsatzort ab.

  • Senkrechtlifte – für punktuelles Arbeiten bei wenig Platz

Bei Senkrechtliften ist der Arbeitskorb an einem Mast montiert, der in verschiedenen Geschwindigkeiten hoch und runter gefahren werden kann. Sie ermöglichen ein präzises, punktuelles Arbeiten, dank ihrer kompakten Bauweise selbst bei engen Platzverhältnissen. Mit Elektromotor sind sie auch in Innenbereichen einsetzbar.

Einsatzbereiche:
Z. B. Deckeninstallationen, Stuckarbeiten usw.

  • Scherenbühnen – große Reichweiten für großflächiges Arbeiten

Scherenbühnen sind für den vertikalen Einsatz ideal. Auf ihren Plattformen findet sich auch genug Platz für Materialien und Werkzeuge. Dank ihrer großen seitlichen Reichweite decken Scherenbühnen, ohne dass sie bewegt werden müssen, einen deutlich größeren Arbeitsbereich ab als ein Senkrechtlift.

Einsatzbereiche: Z. B. Putz-, Maler- oder Reinigungsarbeiten an Häuser- oder Glasfassaden usw.

  • Gelenkteleskopbühnen – überwinden jede Hürde


Gelenkteleskopbühnen bieten dort die größten Vorteile, wo Arbeitsbereiche nicht direkt zugänglich sind. Dank der verschiedenen Gelenke und dem 360°-Drehbereich des Oberwagens ermöglichen sie ein äußerst dynamisches, mobiles und flexibles Arbeiten in unterschiedlichen Höhenbereichen.

Einsatzbereiche: Z. B. Dacharbeiten, Arbeiten an Baumkronen usw.

Beachten Sie die Vorgaben! Doch bevor es losgeht, sollte man sich mit ihnen vertraut machen – für die eigene Sicherheit. In jeder Arbeitsbühne gibt es eine Dokumentenbox, in der sich u. a. die Bedienungsanleitung befindet. Hier finden Sie u. a. folgende, wichtige Angaben:

  • zulässige Arbeitshöhe
  • Gewicht und Grundmaße der Maschine
  • maximale Traglast
  • Reichweitendiagramm für den relevanten Arbeitsbereich





Wichtig ist, dass vor allem die maximale Traglast nicht überschritten wird und auch sonst alle Anweisungen strikt eingehalten werden. Außerdem dürfen keine Hebezeuge an der Arbeitsbühne angebracht oder pendelnde Lasten abgesetzt werden – es sei denn, die Bedienungsanleitung lässt dies ausdrücklich zu. Wird in Arbeitshöhe die Windstärke 6 (12,5 m/s) erreicht oder zieht ein Gewitter auf, sind die Arbeiten sofort einzustellen.

 

Fotoquelle: fotolia.de by Kara

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