Wer sich ein Haus kaufen möchte, der weiß, dass er anschließend sein eigener Herr ist, was die Gestaltung und den Umbau betrifft. Ausgenommen natürlich die Beschränkungen, die sich durch das Bau- und Nachbarschaftsrecht und mögliche Auflagen des Denkmalschutzes ergeben. Anders gestaltet sich die Sachlage, wenn man ein Haus mieten möchte.




Beim Haus Mieten bleibt der Eigentümer oder alternativ der von ihm beauftragte und bevollmächtigte Verwalter derjenige, der darüber bestimmt, welche baulichen Veränderungen vom Mieter unter welchen Bedingungen durchgeführt werden dürfen. Ein Beispiel ist das Einbringen von Fliesen in der Küche und im Sanitärbereich. Auch das gilt als bauliche Maßnahme und ist genehmigungspflichtig. In den meisten Fällen sichert sich der Eigentümer hier das Recht, vom Mieter beim Auszug zu verlangen, dass die Räume in den Ursprungszustand zurück versetzt werden. Lässt man die Arbeiten fachkundig ausführen und greift zu neutralen Fliesen ist das in der Praxis aber nur sehr selten der Fall.

Das Anbringen von Styroporplatten an der Decke, das Verlegen von Klicklaminat oder das Bekleben von Außenwänden muss beim Haus Mieten nicht vom Eigentümer genehmigt werden. Die Ursache ist der Fakt, dass sich diese Dinge mit einfachen Mitteln rückstandsfrei wieder entfernen lassen.




Ob man das tun muss, sollte man bei der Auflösung des Mietvertrages am besten in einer Vorabnahme durch den Eigentümer oder den Verwalter klären lassen. Im Interesse der eigenen Sicherheit sollte man dabei auf einem kurzen schriftlichen Protokoll bestehen. Überhaupt ist für den Mietvertrag und sämtliche dazu getroffenen Nebenabreden die Schriftform zu empfehlen, auch wenn sie vom Gesetzgeber nicht zwingend vorgeschrieben worden ist.